Klimawandel
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Klimawandel - Allgemeine Informationen

 

Der Klimawandel (engl.: climate change)

Der Begriff des Klimawandels bzw. der anthropogenen Klimaänderung bezieht sich in erster Linie auf die aktuelle vom Menschen verursachte Veränderung des globalen und regionalen Klimas. Allgemein umfasst eine Klimaänderung die langfristigen Veränderungen des Klimas, unabhängig davon, ob dies auf natürliche oder anthropogene Ursachen zurückzuführen ist. Die erstgenannte Bedeutung entspricht der in der Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) verwendeten Definition von „Climate Change“ (UNFCCC 1992, Art. 1). Der anthropogene Klimawandel ist Teil des globalen Wandels, tritt zusätzlich zur natürlichen Klimavariabilität auf und verändert die Umweltbedingungen vergleichsweise rasch, mit z. T. tiefgreifenden Folgen (Klimawirkung). Die Klimaänderungen der Vergangenheit lassen sich über die gemessenen oder aus verschiedenen Quellen rekonstruierten Klimaparameter nachweisen. Ihre Analyse dient dem Verständnis des Klimasystems und seiner natürlichen Variabilität. Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Klimawandel, kurz Weltklimarat oder IPCC, (Intergovermental Panel on Climate Change) definiert daher „Climate Change“ allgemein als Klimaänderung mit den langfristigen Veränderungen des Klimas, unabhängig davon, ob dies auf natürliche oder anthropogene Ursachen zurückzuführen ist (IPCC 2007c; IPCC 2001a). Die zukünftige Entwicklung des Klimas wird auf der Basis dieses Verständnisses über Szenarien und Modelle in Projektionen abgeschätzt und beinhaltet daher stets Unsicherheiten („wahrscheinlicher Klimawandel“).[Birkmann et al. (2013: 23) 6)]

 

Die Treibhausgase (engl.: green house gases)

Die Lufthülle unseres Planeten besteht aus verschiedenen Gasen, die über vielfältige Funktionen und Prozesse zu einem komplexen chemischen System verknüpft sind. Im Zusammenhang mit dem anthropogenen Klimawandel taucht immer wieder der Begriff der Treibhausgase auf. Dabei handelt es sich um klimarelevante Gase, die bei verschiedenen, vom Menschen herbeigeführten Prozessen emittiert werden. Diese anthropogenen Emissionen bedrohen das atmosphärische Gleichgewicht vor allem in zweierlei Hinsicht: Treibhausgasemissionen führen zu einem Anstieg der globalen Temperatur und die klassischen Luftschadstoffe sind für Versauerung und Eutrophierung von Ökosystemen, aber auch für eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit verantwortlich. [Umweltbundesamt.de 9)]

Auslöser war die Industrialisierung vor über 150 Jahren und das folgende, rapide ansteigende Wirtschaftswachstum – durch neue Maschinen, die sehr viel Energie benötigten. Diese wurde und wird noch immer vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas gewonnen. Dabei entstehen Abgase, vor allem Kohlendioxid (CO2). Sein Anteil in der Erdatmosphäre stieg seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert von etwa 280 ppm (Parts per Million, Teilchen pro Million) auf heute 386 ppm. Das ist ein Plus von rund 38 %. So viel Kohlendioxid in der Atmosphäre gab es in den letzten 650.000 Jahren nicht (IPCC 2007). Bohrungen in Eiskernen bestätigen, dass ein enger Zusammenhang besteht zwischen der CO2-Konzentration und der Temperaturentwicklung auf der Erde.

Laut World Resources Institute in Washington gelangten in den vergangenen 200 Jahren durch den Menschen zusätzliche 2,3 Billionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre – die Hälfte davon allein in den letzten 30 Jahren. Jedes Jahr kommen weitere 34,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid durch den Menschen weltweit in die Atmosphäre (Stand 2012 2)). Szenarien für zukünftige Entwicklungen lassen bei einem ungebremstem „weiter so“ Konzentrationen bis zu 900 ppm zum Ende dieses Jahrhunderts als wahrscheinlich erscheinen – fast 140 % mehr als heute. Da weltweit Energie noch immer zu gut 75 % aus den genannten fossilen Energieträgern gewonnen wird, ist Kohlendioxid heute das Treibhausgas Nummer eins. [wwf.de 3)]

 

Die folgende Liste umfasst die sechs im Kyoto-Protokoll genannten Treibhausgase:

 

 Name Formel deutscher Ausstoß (2012) 2) weltweiter Ausstoß (2012) 10)
 Kohlenstoffdioxid CO2 87,1 % 76 %
 Methan CH4 5,3 % 16%
 Lachgas (Distickstoffoxid) N2O 6,2 % 6 %
 wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe HFKW

1,4 %

2%
 perfluorierte Kohlenwasserstoffe FKW
 Schwefelhexafluorid SF6

 

Die Summe der ausgestoßenen Treibhausgase der Bundesrepublik Deutschland betrug 2012 insgesamt 939 Millionen Tonnen (Mt) CO2-Äq. [Umweltbundesamt.de 1); eurostat 11)]! Damit war Deutschland 2012 innerhalb der EU-28 der größte Emittent von Treibhausgasen, gefolgt von Großbritannien mit "nur" 580 MtCO2-Äq. sowie Frankreich mit 490 MtCO2-Äq. und Italien mit 460 MtCO2-Äq. [eurostat 11)]. Weltweit lag der gesamte Ausstoß oben genannter Gase für das Jahr 2012 bei 53 Gigatonnen CO2-Äq. (53.000.000.000 tCO2-Äq.), davon waren alleine 76 % (ca. 37 Milliarden Tonnen) Kohlendioxid [Emission Database for Global Atmospheric Research, EDGAR 10); The Emissions Gap Report 2012 12)].

Die zehn größten Treibhausgasproduzenten weltweit im Jahr 2011 waren:

 

 Nr. Land MtCO2-Äq.    Nr. Land MtCO2-Äq.
1) China 10.552                     6) Russland 2.374
2) USA 6.550   7) Japan 1.307
3) EU (28) 4.540   8) Brasilien 1.131
4) EU (15) 3.611   9) Deutschland 882
5) Indien 2.486   10) Indonesien 834

Quelle: WRI - World Resources Institute [CAIT 2.0 13)]

 

Das Treibhauspotenzial

Alle Treibhausgase sind unterschiedlich stark wirksam. Bei Kohlendioxid ist es die schiere Menge, die es zum gefährlichsten Treibhausgas macht. Um die Wirksamkeit zu vergleichen, gibt es das Normierungssystem des Globalen Erwärmungspotenzials eines Gases (Greenhouse Warming Potential, GWP). Dabei wird die Erwärmungswirkung eines CO2-Teilchens gleich 1 gesetzt. Ein Methanteilchen ist demnach 23mal, Ozon 2.000mal und ein FCKW-Partikel sogar 14.000mal gefährlicher als ein CO2-Teilchen. [wwf.de 3)]

 

Rahmen des Klimaschutzes (national und global)

Den internationalen Rahmen für den Klimaschutz bildet v. a. das 2005 in Kraft getretene Kyoto-Protokoll (verabschiedet von der 3. Vertragsstaatenkonferenz (engl.: Conference of the Parties), kurz COP in Kyoto 1997), das für die Unterzeichnerstaaten unterschiedliche Reduktionsziele bis zum Jahr 2012 enthielt. 2011 wurde das Kyoto-Protokoll auf der 18. UN-Klimakonferenz in Durban (COP 17) ab 2013 verlängert. Auf der UN-Klimakonferenz 2012 in Doha (COP 18) wurde eine Verpflichtungsperiode bis Ende 2020 beschlossen. Ebenfalls wurde der Fahrplan für ein neues international verbindliches Klimaschutzabkommen (geplanter Beschluss 2015, auf der COP 21 in Paris) verabschiedet. [wikipedia.org 4)]

Der Petersberger Klimadialog ist ein informelles Treffen ausgewählter Staatschefs auf Einladungen der deutschen Bundesregierung in Berlin. Bei den Treffen werden meist Vorverhandlungen geführt und Konsensentscheidungen beraten, die den Ablauf der nachfolgend stattfindenden UN-Klimakonferenzen erleichtern sollen. [wikipedia.org 5)]

Ein wichtiges nationales Klimaschutz-Instrument ist das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG), das den Betreibern von Anlagen Erneuerbarer Energien in Deutschland über einen bestimmten Zeitraum einen festen Abnahmepreis garantiert. [Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) E-Paper Nr. 10 2013: 14 6)]

 

Klimaziele verschiedener Nationen

In Deutschland hat die Bundesregierung über das Kyoto-Protokoll hinaus zugesagt, die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um 40 %, bis 2030 um 55 % und bis 2050 um 80-95 % (bezogen auf 1990) zu reduzieren. Bis 2025 solle zudem der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung auf 40-45 % steigen, bis 2035 auf 55-60 %. [Quelle: wikipedia.org 7)]

Der deutsche Bundesumweltminister Peter Altmaier forderte ebenfalls in einer Rede zum UN-Klimagipfel von den Entwicklungsländern, selbst mehr zu tun; gleichzeitig sagte er zusätzliche 30 Millionen Euro Hilfe für den Adaptation Fund zu, den UN-Anpassungsfonds. [Quelle: faz.net 8)]

Am 23. Oktober 2014 vereinbarten die EU-Staaten auf einem Gipfeltreffen in Brüssel Klimaziele für 2030. Nach langen Diskussionen einigten sich die Mitgliedsstaaten darauf, dass die Treibhausgasemissionen bis 2030 (im Vergleich zu 1990) um 40 % verringert werden sollten. Der Anteil erneuerbarer Energien solle auf mindestens 27 % steigen. Zudem wurden Einsparungen im Energieverbrauch von mindestens 27 % avisiert. Vor allem Polen und Großbritannien hatten sich gegen ein ursprünglich ehrgeizigeres Ziel für die Energieeffizienz ausgesprochen.

Am 12. November 2014 gaben, am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation) in Peking, die USA und die Volksrepublik China nach monatelangen Verhandlungen gemeinsam ihre Klimaziele bekannt. China wolle spätestens bis zum Jahr 2030 den Gipfel der Kohlenstoffdioxid-Emissionen erreichen und bis dahin den Anteil erneuerbarer Energien auf etwa 20 % steigern. Die USA planen, ihre Emissionen spätestens bis 2025 um 26-28 % unter das Niveau von 2005 zu senken. Diese Vereinbarung gilt als wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Abschluss des Post-Kyoto-Protokolls, da China und die USA zusammen für ca. 40 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Die Ziele wurden aber vielfach auch als zu wenig ambitioniert kritisiert, da sie Prognosen zufolge nicht ausreichen werden, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. [Quelle: wikipedia.org 7)]

Lesen Sie weiter zum Thema "Folgen und Anpassung".

 

Quellen:

1) http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/dokumente/2013_11_25_em_entwicklung_in_d_trendtabelle_thg_v1_2_0.xlsx

2) http://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/treibhausgas-emissionen/die-treibhausgase

3) http://www.wwf.de/themen-projekte/klima-energie/klimawandel/der-treibhauseffekt/die-wichtigsten-treibhausgase/

4) http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz

5) http://de.wikipedia.org/wiki/Petersberger_Klimadialog

6) Birkmann, J., Böhm, H. R., Buchholz, F., Büscher, D., Daschkeit, A., Ebert, S., Fleischhauer, M., Frommer, B., Köhler, S., Kufeld, W., Lenz, S., Overbeck, G., Schanze, J., Schlipf, S., Sommerfeldt, P., Stock, M., Vollmer, M., Walkenhorst, O. (2013): Glossar Klimawandel und Raumentwicklung (2., überarbeitete Fassung). = E-Paper der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) Nr. 10. Hannover. URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0156-73571

7) http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz_in_Lima_2014

8) http://www.faz.net/aktuell/politik/un-klimakonferenz-gastgeber-entlassen-12673480.html

9) http://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/treibhausgas-emissionen

10) http://edgar.jrc.ec.europa.eu/overview.php?v=GHGts1990-2012

11) http://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=env_air_gge&lang=en

12) UNEP 2012. The Emissions Gap Report 2012. United Nations Environment Programme (UNEP), Nairobi, Seite 10 (Current and projected global emissions). Online-Ressource

13) WORLD RESOURCES INSTITUTE (WRI) - CAIT 2.0 - WRI's climate data explorer

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